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Interbankenentgelte im Überblick.

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Wenn ihr Inhaber eines E-Commerce-Unternehmens seid, das Zahlungen per Kredit- oder Debitkarte akzeptiert, müsst ihr für die Verarbeitung eurer Transaktionen bezahlen. In diesem Artikel beleuchten wir, was Interbankenentgelte sind und wie ihr sie verwalten könnt.

Was sind Interbankenentgelte?

Kartenausgebende Banken, die Zahlungen mit Kredit- oder Debitkarten verarbeiten, stellen Händlern Interbankenentgelte in Rechnung. Wenn ihr zum Beispiel online T-Shirts verkauft und euch dazu entscheidet, Kredit- und Debitkartenzahlungen anzunehmen, fallen für euch Gebühren an.

Als Inhaber eines E-Commerce-Unternehmens zahlt ihr die Interbankenentgelte nicht direkt an die Bank, sondern die kartenausgebende Bank wickelt die Zahlung ab und verrechnet das Entgelt dabei. Wenn ihr eine Kredit- oder Debitkartenzahlung von einem Kunden annehmt, zahlt eure Bank das Geld auf euer Konto ein. Anschließend zieht die kartenausgebende Bank das Geld vom Konto des Kunden ein, zieht die Interbankenentgelte ab und leitet den Rest an euch weiter.

Manchmal muss man ein wenig Geld investieren, um Umsatzziele zu erreichen oder zu übertreffen. Durch Unterstützung verschiedener Zahlungsmethoden entsteht ein reibungsloser Checkout-Prozess, der zufriedene, loyale Kunden. mit sich bringt. Das liegt daran, dass viele Kunden lieber per Kredit- oder Debitkarte als mit anderen Zahlungsmethoden zahlen. Akzeptiert ihr Kredit- und Debitkarten könnt ihr außerdem eure Gewinne deutlich erhöhen.

Warum gibt es Interbankenentgelte? 

Die Aufgabe von Interbankenentgelten besteht darin, jene Kosten zu decken, die mit der Annahme, Verarbeitung und Autorisierung von Kartentransaktionen verbunden sind. Interbankenentgelte garantieren, dass ihr die Zahlung erhaltet, decken die Ausgaben für Betrugsschutz ab und ermöglichen euren Kunden ein bequemes Kauferlebnis.

Interbankenentgelte – auch als Diskontsatz oder Swipe-Gebühren bezeichnet – wurden in den 1970er Jahren von der Bank of America eingeführt. Mastercard zog schnell nach. Die Banken erklärten, dass sie den Kunden einen Kredit gewährten und die Gebühren zur Abdeckung des Risikos dienten. Nach und nach begannen auch andere Kreditkartenunternehmen wie Visa und Discover Interbankenentgelte zu erheben. Letztlich wurden diese Gebühren zur Norm und von vielen Händlern akzeptiert, da Kartenzahlungen zum Erfolg ihrer Unternehmen beitrugen.

Wie Interbankenentgelte berechnet werden.

Kreditkartenunternehmen wie Visa, Mastercard und Discover legen ihre eigenen Interbankenentgelte fest. Die meisten dieser Entgelte werden als Anteil am Verkaufspreis plus Pauschalgebühr berechnet. Durchschnittlich betragen die Gebühren zwischen 1 und 3 Prozent des Gesamtwerts einer Transaktion. Jedes Jahr bezahlen US-Händler Interbankenentgelte in der Höhe von mehreren Milliarden Dollar.

Da sich die Zinssätze und Marktbedingungen häufig ändern, werden Interbankenentgelte regelmäßig angepasst. Kartenausgebende Unternehmen wie Visa und Mastercard zum Beispiel ändern ihre Gebühren immer im April und Oktober. Andere Kreditkartenanbieter setzen ihre Gebühren jährlich fest. Es kann also sein, dass sich das Interbankenentgelt, das ihr diesen Monat zahlt, von der Gebühr unterscheidet, die im nächsten Jahr gilt.

Faktoren, die Interbankenentgelte beeinflussen.

Es gibt verschiedene Faktoren, die sich auf Interbankenentgelte auswirken. Dazu gehören:

  • Kartentyp.
    Da Debitkarten mit sicheren PINs weniger Risiken aufweisen, fallen bei ihnen meist geringere Gebühren als Kreditkarten an. Kreditkarten mit Cashback, Punkten, Flugmeilen oder anderen Belohnungen weisen oft höhere Gebühren auf, damit ausgebende Institute für diese Extras zahlen können. Solche Kundenkarten können allerdings dafür sorgen, dass Kunden mehr ausgeben.
  • Kartenmarke.
    Jede Kartenmarke legt ihre eigenen Interbankenentgelte fest. Ihr zahlt bei einer Visa-Transaktion also eine andere Gebühr als bei einer Mastercard-Transaktion.
  • Karteninhaber.
    Der Benutzer einer Kredit- oder Debitkarte kann Einfluss auf die Gebühr haben, die ihr bezahlen müsst. Karteninhaber können Einzelpersonen, Unternehmen, Konzerne oder staatliche Behörden sein.
  • Branche.
    Interbankenentgelte variieren je nach Geschäftstätigkeit. Generell zahlen traditionelle Einzelhandelsunternehmen die geringsten Gebühren, während E-Commerce-Händler, Direktvermarkter und B2B-Händler in der Regel mit höheren Gebühren rechnen müssen.
  • Unternehmensgröße.
    TJe größer euer Unternehmen ist, desto mehr Macht habt ihr, mit Banken und Kreditkartenunternehmen niedrigere Entgelte auszuhandeln. Das liegt daran, dass ihr pro Abrechnungszyklus wahrscheinlich ein größeres Transaktionsvolumen habt. Wenn euer Unternehmen kleiner ist, zahlt ihr hingegen wahrscheinlich die Gebühr, die euch angeboten wird, da ihr weniger Verhandlungsspielraum habt.
  • Transaktionstyp.
    Da die meisten modernen Kreditkarten einen scanbaren Mikro-Chip haben, weisen Point-of-Sale-Transaktionen weniger Risiken und geringere Gebühren auf als Transaktionen, bei denen PINs oder Unterschriften benötigt werden. Als E-Commerce-Händler, der Online-Zahlungen akzeptiert, müsst ihr mit höheren Gebühren rechnen.

In einer perfekten Welt könntet ihr Kredit- und Debitkartenzahlungen annehmen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Da dies aber nicht der Fall ist, solltet ihr Interbankenentgelte als Geschäftskosten und Ausgaben für zufriedene Kunden betrachten.

Wenn ihr eure Interbankenentgelte im Auge behalten, bei der Zahlungsabwicklung sparen und euer Umsatzpotenzial steigern möchtet, kann euch Magento Commerce helfen. Vereinbart noch heute eine kostenlose Demo.

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