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Social Commerce.

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Zu erreichen, dass Kunden zu euch kommen, ist leichter gesagt als getan. Angesichts von 24 Millionen E-Commerce-Website weltweit, müssen Händler mit neuen Marketing-Methoden experimentieren, um sich in einer umkämpften digitalen Landschaft behaupten zu können. Die Aufmerksamkeit von Kunden zu gewinnen, ist nicht leicht, da sich ihre Anforderungen und Erwartungen schnell ändern. Ein Trend ist in den letzten Jahren jedoch konstant geblieben: Käufer nutzen gerne Social Media.

Social Media können Käufe erleichtern und Privatkunden dazu bringen, sich neue Produkte oder Marken anzusehen. Warum reduziert ihr angesichts dessen nicht die Zugangshürden und verkauft direkt über eine Social-Media-Website?

Mit Social Commerce können Marken genau das tun. Zwar sind Social-Commerce-Tools noch relativ neu, doch werden sie immer ausgeklügelter, da Käufer weiterhin gerne Social Media nutzen. Dieser Artikel erklärt, was Social Commerce ist, geht auf seine Geschichte ein und beschreibt, wie ihr Social Commerce in euer Geschäft integrieren könnt.

Was ist Social Commerce? 

Social Commerce ist eine Methode zum Verkauf von Produkten über Social Media. Im Gegensatz zu Social-Media-Marketing können Benutzer Waren direkt über das soziale Netzwerk kaufen, das sie gerade verwenden.

Nehmen wir an, ihr sucht nach neuer Herbstbekleidung. Während ihr durch euren Instagram-Feed scrollt, fallen euch vielleicht die Pullover auf, die eure Freunde tragen, ihr entdeckt etwas, das euch gefällt, und entscheidet, bei eurem nächsten Einkaufsbummel nach etwas Ähnlichem zu suchen. Wäre es nicht toll, wenn ihr genau die Sachen kaufen könntet, die eure Freunde oder Mikro-Influencer tragen? Durch Social Commerce könnt ihr den Pullover sofort und direkt über die Mobile App kaufen.

74 % der Privatkunden kaufen so ein: Sie nutzen Social Media, um sich drüber zu informieren, wie ein Produkt aussieht oder abschneidet. Außerdem kaufen 43 % ein Produkt eher, wenn sie in Social Media davon gehört haben. Genau betrachtet ist Social Commerce eine deutlich bessere Lösung als weitere Recherchen auf anderen Website und das Navigieren zu externen Warenkorb- und Checkout-Seiten. Dank des extrem optimierten Workflows ist Social Commerce eine effektive Methode, um Privatkunden an jedem Punkt in der Customer Journey zu erreichen.

Arten von Social Commerce. 

Social Commerce kann den Direktvertrieb erleichtern, eure Community vergrößern und eure Reichweite erhöhen. Chat-Funktionen stellen eine Möglichkeit für Kunden dar, mit euch über Produkte oder Dienstleistungen zu kommunizieren. Dank WhatsApp und Messenger können Facebook-Händler umgehend damit beginnen, Kunden anzuschreiben, die auf ihre Anzeigen und Landing-Pages klicken, und sie so zum Kauf animieren. Händler, die Social Commerce nutzen, um Waren direkt über Social Media zu verkaufen, verwenden dafür Services wie Facebook Pay oder Apple Pay.

Ein Umweg, um euer Produkt zusätzlichen Anwendern zu präsentieren, besteht darin, sich als Unternehmen bei größeren Foren wie Reddit oder LinkedIn anzumelden. Dort könnt ihr Links zu Landing-Pages, Kunden-Reports und Produktdaten veröffentlichen, um die Botschaft auch unter Gruppen zu verbreiten, die Instagram, Facebook, Pinterest oder Twitter seltener nutzen. Zu guter Letzt unterstützen Mobile Apps wie Instagram Produktmarkierungen in Stories. Genau wie bei regulären Shoppingposts müssen Anwender nur einmal klicken, um auf die Produktseite weitergeleitet zu werden.

Laut Search Engine Journal würden, 30 % der Online-Käufer wahrscheinlich über Social Media kaufen. Aktuell dominieren vier Netzwerke den Social-Commerce-Bereich: Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest. Händler verwenden diese Plattformen, um Interesse für ihre Produkte zu wecken, ihre Bestände zu überwachen, Social Proof zu präsentieren und gezielte Anzeigenkampagnen zu entwickeln.

Die Geschichte von Social Commerce. 

Facebook war 2007 das erste Netzwerk, das Social Commerce für sich entdeckte und den ersten virtuellen Geschenke-Testverkauf über seine Plattform abwickelte. Wenig später führte Facebook seinen Marketplace ein, der rasch wuchs, als sich 1-800-Flowers, Pampers und Disney für die Verwendung der Services entschieden. Bis 2014 hatte Facebook eine Checkout-Funktion mit automatisch ausgefüllten Optionen entwickelt und seine inzwischen berühmte Kaufen-Schaltfläche implementiert. Instagram, eines der Tochterunternehmen von Facebook, zog nach und eröffnete 2015 seinen Instagram Shop. 2017 wurde dann die Integration mit Shopify angekündigt.

Ungefähr zur gleichen Zeit (2015) führte Twitter seine „Jetzt kaufen“-Funktion für beworbene Tweets ein. Pinterest folgte wenig später, bot allen kleinen Unternehmen 2016 Kaufbar-Pins und Warenkörbe an und ging 2017 eine Partnerschaft mit Target ein.

Social Commerce bei Facebook.

Facebook liegt bei der Plattformnutzung nur hinter YouTube. 69 % der erwachsenen US-Amerikaner verwenden Facebook. Die Plattform hat täglich 1,79 Milliarden aktive Nutzer. Angesichts des enorm großen Publikums ist Facebook der führende Anbieter im Social-Commerce-Bereich. “Facebook Shops” sind Online-B2C-Storefronts, die Verkäufe direkt über Facebook erleichtern. Personen entdecken Shops durch Anzeigen oder Stories, speichern Produkte, für die sie sich interessieren, und geben Bestellungen auf, ohne Facebook verlassen zu müssen. Im Backend können Verkäufer ihren Produktkatalog anpassen, Produktinformationen aktualisieren, Bestellungen verwalten und Werbung machen.

Social Commerce bei Instagram.

Laut Facebook nutzen 70 % der Käufer Instagram zur Suche nach Produkten. Die Mehrheit (75 %) der Anwender ist 18 bis 24 Jahre alt. Mit Instagram Shopping können Händler physische Produkte in Fotos, Geschichten und Videos mit Markierungen versehen. Außerdem bietet Instagram einen Mobile-App-internen Checkout für bestimmte Beta-Händler wie Prada, Revolve und Zara. Am vielleicht effektivsten ist jedoch der integrierte Social Proof, den Mikro-Influencer liefern. Influencer mit weniger als 35.000 Followern weisen mit 5,3 % die höchste Interaktionsrate. auf. Privatkunden vertrauen der „Alltagsperson“, besonders wenn diese Person ein eigenes Foto oder eine dynamische Story zur Nutzung eines Produkts im realen Leben postet.

Social Commerce bei Pinterest. 

Pinterest macht bei Shopify-Shops die zweitgrößte Traffic-Quelle aus. Hier geben Anwender rund 50 Dollar pro Bestellung aus, womit der durchschnittliche Bestellwert höher ist als bei Facebook oder Twitter. Bei Pinterest haben insbesondere Bestellungen über Smartphones und Tablets in den letzten zwei Jahren um 140 % zugenommen. Außerdem loggen sich jeden Monat 300 Millionen Menschen weltweit ein. Pinterest-Händler setzen alles daran, ihre „Kaufbar-Pins“ visuell ansprechend zu gestalten. Die Förderung von Interaktion ist besonders wichtig, da 80 % der Pins bei Pinterest einfach Repins von ursprünglichem Content sind. Angesichts einer überwiegend weiblichen Nutzerbasis sind Marken, die sich auf Lifestyle, Schönheit, Vitamine und Lebensmittel spezialisieren, bei Pinterest überdurchschnittlich erfolgreich.

Social Commerce bei Twitter.

Twitter ist nicht so beliebt wie andere Netzwerke. So nutzen lediglich 22 % der Erwachsenen die Plattform. Früher hatte Twitter eine fokussiertere Social-Media-Verkaufsstrategie mit gesponsorten Tweets, gefolgt von einer „Jetzt kaufen“-Schaltfläche für direktes Kaufen über Tweets. Diese Option setzte sich allerdings nie durch, sodass die Schaltfläche 2017 wieder abgeschafft wurde. Heute verwenden Händler Twitter, um mit Umfragen, Hashtags, Videos, Fotos und GIFs Omni-Channel-Kampagnen zu entwickeln. Außerdem eignet sich Twitter gut für die Veröffentlichung aktueller Inhalte. Das gilt vor allem für spaßige Tweets, die sich über bestimmte Veranstaltungen oder Ereignisse lustig machen.

Die Vorteile von Social Commerce für E-Commerce-Unternehmen.

Ihr könnt von allen vier Social-Commerce-Anbietern profitieren. Unten haben wir verschiedene Aspekte aufgelistet, durch die Social Commerce Geschäftsergebnisse positiv beeinflussen kann:

  • Schnellerer und reibungsloserer Vertriebszyklus.
    Bei Social Commerce dreht sich alles darum, Verkäufe möglichst reibungslos zu gestalten. Anwender können den gesamten Einkauf abschließen, während sie auf der Plattform bleiben, was das Risiko von Verwirrung, abgebrochenen Bestellvorgängen und Vergleichssuchen verringert. Privatkunden entscheiden sich während der Pandemie sogar noch häufiger für maximale Bequemlichkeit..
  • Intelligente Bestandsfunktionen.
    Da sich Anwender bereits auf einer Social-Media-Website befinden, könnt ihr sie dazu bringen, über neue Produkte oder Produktmerkmale abzustimmen. Durch eine Kombination von Umfragen mit Vertriebskennzahlen und Follower-Verhalten können Händler saisonale Trends oder anstehende Bestellspitzen besser planen, ohne Abstriche bei der pünktlichen Lieferung machen zu müssen. Das ist wichtig, da 91 % der Einkäufer einem Online-Händler den Rücken kehren wenn der Versand nicht kostenlos oder schnell genug erfolgt.
  • Schnellere Interaktion.
    Social Media hat von Natura aus eine soziale Dimension und sollten darum zu Diskussionen über eure Produkte inspirieren. Erwägt zum Beispiel, bei Pinterest eine Infografik zu neuen Anwendungsmöglichkeiten für eure Produkte zu erstellen. Teilt bei Instagram in euren Geschichten Informationen über die Einführung neuer Produkte. Veröffentlicht auf eurer Facebook-Seite Unboxing-Videos und verfasst clevere Tweets auf Twitter. Jede dieser Aktivitäten regt zur Interaktion an und steigert die Markenbekanntheit weiter.
  • Größere Reichweite.
    Unternehmen können für ihre Marketing-Strategien verschiedene Social-Media-Netzwerke nutzen. Social Media hilft Marken dabei, sich Kunden persönlicher und zugänglicher zu präsentieren, sodass Unternehmen den Absatzmarkt für ihre Produkte vergrößern und neue Kunden erreichen können.
  • Personalisierung.
    Einer der vielen Vorteile von Social Commerce besteht darin, dass Händler wertvolle Kundendaten sammeln können. Erkenntnisse aus Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest helfen ihnen dabei, die Erlebnisse von Kunden zu personalisieren. Unter Einsatz von Online- und Offline-Daten können Einzelhändler robustere Kundenprofile entwickeln. Diese Profile können die Relevanz von Kampagnen erhöhen, Händlern dabei helfen, die richtigen Mikro-Influencer anzuwerben, und die Art von Inhalten zu ermitteln, die zum Kaufen motivieren.
  • Verbesserte Suchmaschinenoptimierung.
    Social commerce fördert automatisch Traffic auf Websites von Unternehmen, was die Rankings in Suchmaschinenergebnissen verbessert. Neben dem Einsatz von Social Media zur Unterstützung eines Kaufs stellt das Verlinken von Website-Inhalten in Social Media eine tolle Möglichkeit dar, Traffic von Social-Media-Followern zu generieren. Social-Media-Empfehlungen zu E-Commerce-Websites von Einzelhändlern haben seit 2017 um 110 % zugenommen, und lassen damit alle anderen Empfehlungskanäle hinter sich, indem sie Zielgruppen dazu bringen, Websites für ein noch größeres Publikum zu kommentieren, zu abonnieren und zu teilen.
  • Konsistentes Wachstum.
    Das regelmäßige Erscheinen im Feed eines Follower stellt eine einzigartige Branding-Gelegenheit dar. Aktive Händler mit hoher Sichtbarkeit bleiben bei ihren Followern präsent, die ihre Produkte wiederum eher anderen weiterempfehlen werden. Außerdem bietet Social Commerce von Natur aus einen bidirektionalen Kommunikationskanal, der auch für den Kunden-Support genutzt werden kann.

Kurze Übersicht über Social-Commerce-Trends.

Social Commerce gibt es bereits seit fast zehn Jahren. In dieser Zeit sind neue Trends aufgekommen und wieder verschwunden. Ein Trend war die Verwendung auffälliger Grafiken oder GIFs, um Aufmerksamkeit auf Produkte zu lenken. Zwar war das gelegentlich effektiv, doch war nicht immer leicht zu erkennen, was eigentlich genau verkauft wurde. Darüber hinaus interessierten sich Menschen mehr für den Schauspieler oder die Szene als für den Mehrwert, den ihnen das Produkt bietet.

Empfehlungen durch Prominente waren ein weiterer Trend. Die meisten Marketer waren damals von der Befürwortung eines Produkts durch einen Prominenten begeistert. Inzwischen sind Mikro-Influencer deutlich einflussreicher. Normalbürger fühlen häufig keine persönliche Verbindung zu Prominenten, weswegen Influencer mit weniger Followern oft mehr Vertrauen entgegengebracht wird.

Social-Commerce-Trends haben sich zusammen mit neuen Technologien entwickelt und verändert. Videos sind in Social Media allgegenwärtig, und zwar unabhängig vom Kanal. Videos machen es leicht, die Verwendung eurer Produkte oder Services zu demonstrieren und die positiven Auswirkungen auf das Privat- oder Arbeitsleben von Kunden sichtbar zu machen. Videos können von euren Followern spontan erstellt und dann von euch zum erneuten Teilen oder als Teil einer Anzeigenkampagne genutzt werden.

Zwar sind Videos nicht immer billig, doch sie lohnen sich. 84 % der Privatkunden waren überzeugt genug, um ein Produkt nach dem Ansehen eines entsprechenden Videos zu kaufen. Auch Chatbots setzen sich immer weiter durch. Da viele Unternehmen inzwischen globale Reichweite haben, erwarten Privatkunden, dass sie rund um die Uhr Fragen stellen können, ohne auf die Antwort eines Live-Operators warten zu müssen. Automatisierte Social-Commerce-Chatbots sind eine Methode, um euer Unternehmen für alle erreichbar zu machen.

Social-Commerce-Strategien.

Sobald ihr einige alte und neue Trends umgesetzt habt, solltet ihr die vier folgenden Strategien anwenden, auf die erfolgreiche Social-Commerce-Unternehmen setzen:

  • Verwendet Facebook Messenger.
    Über Messenger könnt ihr mit Kunden kommunizieren, die Fragen haben oder ihre Zahlungs- und Versanddaten übermitteln möchten. Diese Aufgabe kann überwältigend erscheinen, wenn eure Kunden Dutzende oder gar Hunderte von Käufen am Tag tätigen. Außerdem mag es komisch wirken, Kunden aus heiterem Himmel Nachrichten zu senden. Glücklicherweise verfügt Messenger aber über automatisierte Bots wie ManyChat, die Interaktionen auf Facebook in Chats verwandeln. Ihr könnt genau programmieren, wie der Chatbot eigenständig mit Kunden kommunizieren soll.
  • Präsentiert kostengünstige Produkte.
    Die meisten Menschen, die in Social Media browsen, haben kein bestimmtes Ziel. Sie suchen nach lustigen und unterhaltsamen Inhalten. Es ist schwer, ihnen teure Artikel zu verkaufen, wenn sie in dieser Laune sind. Statista hat ermittelt, dass der durchschnittliche Bestellwert eines Online-Kaufs 2019 nur 79 Dollar betrug Versucht möglichst, kostengünstige Produkte anzubieten, die sich für Impulskäufe eignen.
  • Arbeitet an eurer Mailing-Liste.
    Wenn ihr einen Verkauf tätigt, solltet ihr unbedingt die E-Mail-Adresse des Kunden erfassen. Natürlich sind E-Mail-Adressen hilfreich für den Versand von Kaufbestätigungen, doch erlauben sie es euch vor allem, mit Kunden in Kontakt zu bleiben. Sobald Anwender eurem E-Mail-Marketing zustimmen, könnt ihr sie in den folgenden Wochen und Monaten pflegen. Die Lebenszeitwerte von Kunden, die auf eurer Liste bleiben, werden wahrscheinlich deutlich höher sein. Durchschnittlich generiert jeder in E-Mail-Marketing investierte Dollar einen Ertrag von 42 Dollar.
  • Konzentriert euch auf Interaktion.
    Manchmal wird Interaktion als Eitelkeitskennzahl abgetan. Mehr Traffic, Kommentare und Likes sind eine tolle Sache, spiegeln jedoch den Direktvertrieb nicht wider. Social Commerce ist aber komplett abhängig von der Effektivität eurer Social-Media-Kampagnen. Eure Inhalte sollten hilfreich, interessant und relevant genug sein, um zum Teilen zu inspirieren und so Verkäufe anzukurbeln. Das kann erhebliche Auswirkungen haben, da 70 % der besonders interaktiven Kunden Empfehlungen eines Freundes vertrauen. Seht euch zur Inspiration die Konkurrenzmarken an und versucht, ihre Interaktionsstrategien zu verstehen.

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